Neue Spielstätten locken die Fans an
(Nachricht vom 14.07.2010, 09:18 Uhr )Die Vereine der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) setzen bei den Austragungsstätten der 1. Bundesliga neue Maßstäbe. An fünf Standorten herrscht derzeit rege Bautätigkeit, vier weitere Hallen sind in Planung. Zwei Bundesligisten feierten bereits in der letzten Saison die Eröffnung ihrer neuen Spielstätte. „Eine Erfolgsbilanz”, wie DVL-Geschäftsführer Thorsten Endres betont und Kritik an den Beschlüssen des DVL-Vorstandes im Fall Wiesbaden zurückweist. „Wir haben in den zurückliegenden Jahren gemeinsam mit den Vereinen einen sehr konsequenten Weg eingeschlagen”, so Endres. Inzwischen ernten die Bundesligisten die Früchte bei der Zuschauergunst und bieten ihren Sponsoren eine attraktive Kulisse. In Schwerin und Köpenick wurden bereits in der letzten Saison neue Hallen eröffnet. In Vilsbiburg ist der Umzug in die neue Heimstätte für den Oktober geplant. Mit 2.000 Plätzen verdoppelt der Deutsche Meister seine Zuschauerkapazitäten nahezu gegenüber den beengten Verhältnissen in der Vilstalhalle. Grundsteinlegungen für neue Hallen erfolgten in Hamburg, Potsdam, Stuttgart und Bühl. Deren Fertigstellung ist für 2011 vorgesehen. In Erfurt und Gotha haben die Kommunen ebenfalls die Weichen für Hallenneubauten gestellt. „Moderne Spielstätten sind ein Erfolgsfaktor für die Entwicklung der Bundesliga”, erläutert Endres die Politik der DVL. „Zuschauer, Fernsehanstalten und Wirtschaftspartner verlangen gleichermaßen nach zeitgemäßen Veranstaltungsorten im Sport.” Das beginnt bei sportfachlichen Anforderungen wie der Deckenhöhe, Lichtstärke und Spielfeldmarkierungen, erstreckt sich auf Zuschauerkapazitäten, Catering- und VIP-Bereiche und endet bei den Arbeitsbedingungen für Medienvertreter. Dass diese Projekte für Vereine und Kommunen eine Kraftanstrengung sind, ist Endres bewusst. Die DVL habe daher immer die lokalen Rahmenbedingungen berücksichtigt und angemessene Übergangsregelungen gewährt. Die jüngste Kritik aus Wiesbaden gegen den Beschluss des DVL-Vorstandes, die Ausnahmegenehmigung für die Halle am 2. Ring nicht zu verlängern, weist Endres daher entschieden zurück: „Seit 2007 spielt der Verein mit einer Ausnahmegenehmigung. Bereits im Mai 2009 haben wir den Verein darüber in Kenntnis gesetzt, welche Voraussetzungen bis zum 30. Juni in diesem Jahr für eine letztmalige Ausnahmegenehmigung zu schaffen sind. Wir haben uns dabei an dem von Wiesbaden vorgelegten Zeitplan für den Bau der neuen Halle orientiert. Diese Bedingungen wurden nicht erfüllt. Damit ist die Grundlage für eine erneute Verlängerung weggefallen. Dem Vorstand blieb gar keine andere Wahl, als seine Entscheidung aus dem Vorjahr jetzt zu bestätigen.” Mit dem Zugeständnis, noch sieben Spiele in der alten Halle durchzuführen, sei die DVL dem Verein entgegengekommen, so Endres. Im Übrigen habe der Verein der DVL selbst eine Alternativplanung für die Verlegung der Spiele in eine andere Halle vorgelegt. Endres weist zudem auf die Gleichbehandlung aller Bundesligisten hin. So müsse auch der Moerser SC die Sporthalle Adolphinum verlassen und zieht in die RWE-Sporthalle nach Mülheim um. Mit dem Claim „Erlebe Volleyball auf TOP-Niveau in einer TOP-Sporthalle!” wirbt der Verein bereits vier Monate vor Saisonstart um neue Dauerkarteninhaber. Dass attraktive Spielhallen als Zuschauermagnet wirken, weiß auch der SCC Berlin. Der Hauptstadtclub wird in diesem Jahr fünf Spiele der Normalrunde in der Max-Schmeling-Halle ausrichten. Darüber hinaus sind weitere Play-off, Pokal- und Europacupspiele geplant. Während der Schnitt in der Charlottenburger Sömmeringhalle bei rund 1.500 Zuschauern liegt, zieht die Sportarena im Prenzlauer Berg in der Regel 4.000 Besucher an. Beim Bundesligarekord im Februar 2009 waren es sogar 7.700 Volleyballfans. (Autor: Klaus Wegener)
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